1958 Brütsch Mopetta

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1958 Brütsch Mopetta

Egon Brütsch, Sohn eines erfolgreichen Stuttgarter Strumpffabrikanten, war ein Motorrad-und Automobilrennfahrer. Ab 1951 baute er Kleinwagen.

 

In den Jahren 1929 bis 1931 bestritt Brütsch Motorradrennen und zwischen 1935 und 1950 nahm er mit teilweise selbstgebauten Autos an Rennen teil. Das erste Fahrzeug, das er baute, war der Nachbau eines Bugatti Rennwagen in halber Originalgröße, also im Maßstab 1/2. Dabei handelte es sich um ein Kinderauto, das 14 mal zum Preis von 750 DM verkauft wurde. Dieses Fahrzeug existiert heute noch und ist in Privatbesitz.

 

Anfang der 1950er Jahre begann er mit dem Bau von Kleinstwagen mit Kunststoffkarosse-rien. Der erste Prototyp war der Eremit 400. Er war einsitzig und hatte drei Räder. Das Hinterrad wurde mit einem Einzylinder-Zweitakt-Motor von 77 bis 125 cm³ angetrieben, die zwei Vorderräder waren lenkbar. Dieses Fahrzeug war 2,00 m lang, 1,20 m breit und hatte ein Gewicht von rund 100 kg.

 

Das nächste Fahrzeug war der Zwerg, ein dreirädriger offener Zweisitzer mit 200-cm³-Motor. Er wurde auch in Lizenz in Frankreich hergestellt und unter dem Namen Avolette verkauft. In Deutschland wurden zwölf Fahrzeuge gebaut.

 

Danach folgte der Spatz, ein offener Dreisitzer mit drei Rädern (ein Hinterrad) und einem 200 cm³ Fichtel & Sachs-Motor. Von dem rund 90 km/h schnellen Wagen wurden nur drei Stück gebaut. In der Schweiz baute die Fahrzeugfabrik Wollerau (ehemals A. Grünhut & Co.) den Spatz als Belcar in Lizenz. Ein weiterer Lizenznehmer war die Harald Friedrich GmbH. Wegen vieler technischer Mängel kam es zu einem Rechtsstreit zwischen Brütsch und Friedrich, den Brütsch verlor.

 

1958 kam der Mopetta, ein einsitziges Dreirad mit einem 50-cm³-ILO-V-50-Motor. Der Frankfurter Opelhändler Georg von Opel wollte das Fahrzeug in Lizenz von Horex fertigen lassen. Dieser Plan ließ sich nicht verwirklichen. Insgesamt wurden 14 Fahrzeuge gebaut, von denen heute noch fünf erhalten sind. Dieses Fahrzeug diente als Vorlage für das Kartonmodell.

 

Nach Aufgabe der Autokonstruktionen begann Brütsch mit dem Bau von kleinen Kunststoffhäusern in Kugelform und anderen Fertighäusern; er gilt als einer der Pioniere im Bau von Fertighäusern in Holzverbundbauweise. Mehrere Patente auf die Verbindungstechnik von Fertighauselementen sind ihm erteilt worden. Egon Brütsch starb im Jahr 1988.

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Walter WERNER

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